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Sonntags-Fernweh: Galle

Als ich heute Morgen auf Instagram Fotos von Galle (wird wie ‘Gooohl’ ausgesprochen) entdeckte, hat mich das Fernweh direkt wieder gepackt. Da wir mit unserer 2015 Reiseplanung kein Stück weiter sind und der Mann noch im tiefsten Schlummer liegt, müssen zunächst alte Erinnerungen herhalten. Auch gar nicht so schlecht, zumal ich an Galle wirklich besonders schöne habe. In Sri Lankas Süden gibt es vor allem Dreierlei: Strände, Lagunenwälder und dahinter Regenwald. So schön, so gut. Wer davon ein wenig Abwechslung sucht, landet über kurz oder lang in Galle, einer alten Kolonialstadt, Festung und außerdem Weltkulturerbe. Und genau diesen Kolonialcharme sieht man an jeder Straßenecke – ‘Charme’ darf ich es doch heute wohl nennen, wo Sri Lanka doch inzwischen seit 1948 unabhängig ist, oder nicht? Die Festung an sich wurde übrigens nicht von den feinen Herren Briten gebaut, sondern auch die Niederländer hatten ihre Fingerchen im Spiel. Sie waren es auch, die Galle zur Hauptstadt Niederländisch-Ceylons gemacht haben, bevor sie die Stadt an die Briten abtreten mussten. Allerdings war Galle auch bereits bevor die Europäer kamen ein bedeutender Seehafen. Eine kleine Geschichtsstunde für …

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Tausche Schlaf gegen NYC

„Schlafen ist nicht,“ – dass mir, als überzeugter Viel- und Langschläferin, ein solcher Gedanke überhaupt kommt, ist einzig und allein Dir, Miss New York City, zu verdanken. Bei Dir schlafe ich spät ein und wache früh auf. Morgens im Bett dösen ist schon mal gar nicht drin. Aufstehen, duschen, loslos! Wir haben schließlich nur drei Tage. Alle guten Vorsätze, es ruhig angehen zu lassen, sind in den Wind geblasen. Du bist schließlich bekannt als „Stadt die niemals schläft.“ Das machst Du mit mir, New York, New York. Die Geschichten sind tatsächlich wahr, alles stimmt, was mir vorher über Dich erzählt wurde – alles. Wirklich. Wahr. Zum Frühstück gehen wir Bagels essen bei Black Seed. Kurz überlegen wir, den Laden zu kopieren und genau so in Berlin zu öffnen. Würde bestimmt laufen. Und wir endlich reich werden. Aber schon sind wir wieder draußen, laufen durchs West Village bis zum Meetpacking District. Kurz denke ich an die Szene bei Sex and the City, wo Samantha dorthin zieht und sich beschwert, dass immer mehr Yuppies nachkommen. Dem einen neuen Nachbarn schenkt …

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Williamsburg so wow

Sehr früh wache ich auf. Mein erster Gedanke: „Ich bin in NY!“, lässt mich direkt von gradesowach auf hellwach schalten. Raus aus dem Bett, rein in die Stadt! Unsere erste Anlaufstelle ist ein Smoothie-Laden. Unglaublich, so viele Sorten! Wir entscheiden uns für zwei sehr grüne, natürlich mit kale, Spinat, Kokoswasser und viel mehr. Die Verkäuferin strahlt mich an:“Twenddy ninedy-niiine“, ich zahle. Habe ich grade ernsthaft über 20 Dollar für zwei Getränke – ohne Alkohol und zum Mitnehmen – ausgegeben? Der Mann kichert und ist glücklich – ein grüner Smoothie in NY, was kostet die Welt! Zum Brunch sind wir in Williamsburg verabredet, die Sonne scheint und wir machen uns mit Smoothie-Wegzehrung auf die Wanderschaft durch das East Village, durch Soho und über die Williamsburg Bridge. Wir sind begeistert, jede Feuerleiter, jedes gelbe Taxi und jedes Mauerbild wird fotografiert, genauso wie der Blick von der Williamsburg Bridge aus auf die Skyline von Manhatten auf der einen Seite und die Brooklyn und Manhattan Bridges auf der anderen… Wow. Bei Marlow & Sons sitzen wir in der Sonne bei kreativ-healthy-leckerem …

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3 Days of NYCness

New York stand eigentlich nie ganz oben auf meiner Reise-To-Do-Liste. Woran es lag? Die Stadt hat mich schon gereizt aber es waren immer andere Orte wichtiger – exotischere Orte, solche mit mehr Bezug zur Natur oder welche die weiter entfernt sind von unserer westlichen Kultur. Vielleicht lag es auch einfach am nicht vorhandenen Reisebudget für eine so teure Stadt. Das echte wahre New York-Fernweh wurde erst durch den Mann geweckt der schon zig Mal dort war und den ich nie so enthusiastisch über einen Ort schwärmen höre. Kurz und gut, dieses Jahr wird es Zeit für mich über den großen Teich zu hüpfen. Ziemlich spontan sitzen wir also im Flieger, mit seitenweise Tipps und Empfehlungen. Wir haben drei ganze Tage und die wollen wir nutzen. Wohnen können wir in dem hübschen East Village Apartment der Freundin eines Freundes, die den Sommer über in Europa ist. Boarding completed, es geht los!  

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Ein Pool für zwei

Das beste daran, in der Hotelbranche zu arbeiten, ist, Überraschung: die Hotels. Je unterschiedlicher, je besser. Ich liebe es, zu entdecken, welche Nettigkeiten sich die Hoteliers für ihre Gäste ausgedacht haben. Im April durften wir ein frischgeschlüpftes und noch nicht ganz fertiges Hotel in Thailand besuchen: The Naka Phuket. Es war der erste Stop unserer Thailandreise und wir waren weiß, müde und urlaubsreif. Die klaren Linien der modernen Architektur, die riesigen Bungalows und unser eigener Pool haben dafür gesorgt, dass wir ziemlich viel Zeit auf dem Gelände des Hotels verbracht haben und so schnell unsere Geschwindigkeit auf Thai-Niveau gebremst haben. Ein Ausflug nach Surin mit Beach Clubs und rotverbrannten Familien hat uns nicht von Phuket überzeugt und nach zwei Tagen am Pool waren wir bereit für Khao Lak.

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Hikkaduwa ohne iPhone

Wir waren beide bereits in Südostasien gewesen. Damals, mit Ex-Partnern. Es hat uns sehr gefallen und wir würden gern zusammen wieder hin, aber mit einer neuen Liebe an die gleichen Orte zu fahren, an denen man mit der alten glücklich war, scheint irgendwie nicht angemessen. Zumindest nicht, wenn alles noch so frisch ist. Also ist für unsere erste große Reise wohl ein komplett unbefleckter Ort der beste. Oder nicht? Wie wäre es denn mit Sri Lanka? Bis 2009 vom Bürgerkrieg zerrüttet ist Frieden eingekehrt in der tränenförmigen Insel südlich von Indien. Indien… mein Traum seit immer, nur geschafft habe ich es bisher nicht dorthin. Aber das ist ein anderes Thema. Sri Lanka soll immerhin ähnlich sein. Ein sanfter Einstieg nach Indien sozusagen. Dazu authentischer und nicht so überlaufen wie manch anderes Land in der Region. Unsere Entscheidung steht fest: Wir wollen nach Sri Lanka und buchen Flüge mit Emirates über Dubai nach Colombo, Sri Lankas Hauptstadt. Wir haben drei Wochen Zeit. Geplant ist nur der erste Stopp in Hikkaduwa und danach werden wir sehen. Todmüde …

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Sail ahoy – Whitsunday Islands

Der Segeltörn zu den Whitsunday Islands, eine Inselgruppe an der australischen Ostküste gelegen, ist eine meiner liebsten Australien-Erinnerungen. Auch wenn das alles schon viel zu lange her ist, gehört dieser Beitrag hierher und ich kann einen solchen Segeltörn jedem Australien-Reisenden wärmstens empfehlen, auch wenn es eine ziemliche Massenabfertigung ist und fast jeder, der die Ostküste entlang reist, diesen Trip bucht. In Airlie Beach stehen verschiedene Boote zur Auswahl. Mein Tipp: geht auf ein sportliches Boot und nicht auf ein budget backpacker Boot. Hier habt Ihr schließlich die Möglichkeit mit einem echten Racer zu segeln. Als ich also die ‘Boomerang’, die majestätisch im Hafen dümpelt, sehe, steht meine Entscheidung fest: ich will auf ihr segeln! Es geht los. Wir packen mit an, zerren an dicken Tauen, kurbeln an den Winschen bis die Arme zittern und versuchen, nicht im Weg zu stehen als die Segel gehisst werden. Es ist ein Wahnsinnsgefühl als die Yacht knurrend und ächzend langsam Fahrt aufnimmt, leicht krängt und mit uns immer schneller Richtung Whitsunday Islands segelt. Wir ankern nicht direkt am berühmten Whitehaven Beach – laut zahlloser Rankings einer der schönsten …