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Vom Reisen und der Balance

Warum fällt es nur so unglaublich schwer, mit dem Leben, für das ich mich entschieden habe zufrieden zu bleiben? Dass unsere Generation Y eine suchende ist, schreien die Krähen von jedem Dach. Alle Türen scheinen unverriegelt, man muss nur die richtige probieren. War es die falsche, hey, kein Problem, einfach nächste Tür öffnen! Echt jetzt? So einfach? Mitnichten. Unendlich erscheinende Möglichkeiten sind toll, aber ständiges Perfektionieren, Hinterfragen und Vergleichen nehmen jeden Halt. Der ‚Sinn des Lebens’, die ‚Balance’, so große Wörter, sollen Abhilfe schaffen und werden gefunden, hinterfragt, aufgegeben, aufs Neue gefunden. Mir fällt es manchmal schwer, meine Balance im Alltag zu behalten. Ich arbeite viel und gebe auf der Arbeit viel. Am Abend bin ich oft erschöpft. Da bleibt kaum Zeit für anderes außer Arbeit. Ich mag meine Arbeit, aber ich mag auch so vieles anderes. Alles andere muss, seit ich vor fast drei Jahren angefangen habe festangestellt zu arbeiten, hintenanstehen. Ist es das was ich immer wollte? Heißt, eine Karriere haben, die anderen Leidenschaften einzutüten für später? Ist das genug? Macht es mich glücklich? …

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To-go Liste Nr. 1001

Neujahrsvorsätze mag ich nicht besonders, denn warum sollte ich mir die guten Dinge nur einmal im Jahr vornehmen? Umso mehr freue ich mich jedes Jahr aufs Neue darauf mein Reisejahr zu planen. Wobei ‘planen’ hier nicht ganz stimmt, besser passen würde ‘mein Reisejahr zu träumen’. Denn am Ende werden es dann doch ganz andere Ziele werden, da bin ich mir sicher. Aber hey, Pläne sind ja schließlich dazu da, sie wieder umzuwerfen, oder nicht? Und ein wenig Planung schadet nicht, denn die kostbaren Urlaubstage wollen sorgfältig eingeteilt werden, Heimatbesuche und Geschäftsreisen müssen bedacht werden, Sparkonten werden geprüft und Daueraufträge eingerichtet und dann bleibt nur noch das Beste und Schwierigste zugleich: ein Ziel finden. Da die längeren Trips in den letzten beiden Jahren nach Asien gingen, klammern wir das dieses Jahr aus – erstmal. Denn auf die Philippinen möchte ich schon gern noch mal. Und nach Vietnam. Ebenso wie nach Japan. Und Hongkong. Gerne möchte ich an einen Ort fahren, an dem ich noch nie war, aber dann auch gerne an so viele Plätze zurück. Ihr merkt: …

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Und dann schwerelos

Mein Lieblingsort? Das Meer. Mit dem Segelboot, Surfbrett oder Kajak, einfach am Strand oder so wie hier mit dem Bruder und dem Schnorchel. Wir waten vom Strand aus ins tiefere Wasser, tauchen unter. Nach kurzer Panik – wir bekommen keine Luft, was sind das für Geräusche?, der Sichtradius ist eingeschränkt – werden wir schnell sehr ruhig. Die Wellen wiegen uns, wir hören nur unseren Atem und das Blubbern des Wassers. Um uns die schönsten Blau- und Türkistöne. Da vorne: ein Fisch und dort hinten ein ganzer Schwarm. Wir tauchen tief, die Farben werden dunkelblauer, der Druck in den Ohren steigt, noch ein bisschen. Wir paddeln an die Oberfläche, schnappen nach Luft, grinsen uns an. Vielen Dank, Mama und Papa, diese Kamera war das beste Studiumabschlussgeschenk dass Ihr mir machen konntet. <3  

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Im Zickzack über die Müggelspree

Also wenn mir noch einmal jemand erzählt, von Berlin aus sei es ja so schrecklich weit und mühsam bis in die richtige Natur, wohingegen München ja so viel Lebensqualität böte, die Berge hachja, den ziehe ich an der labernden Zunge an die Müggelspree. Der Mann ist zwar eher wenig begeistert, als er in der Bahn früh morgens erfährt, dass wir auf dem Weg zum Kajakverleih sind und kein gemütliches Paddelboot mieten, und auch streiten wir uns erst einmal ordentlich über den Zickzackkurs durch Klein-Venedig von Spandau, aber schnell wissen wir wie es geht und gleiten wie die wahren Inuit an Motorbooten und Ausflugsdampfern vorbei. Als es dann auch noch das romantischste Flüsschen entlang mitten durch den Wald geht und außer singenden Vögeln, pimpernden Libellen und rauschenden Bäumen gar niemand mehr dort ist, sind wir betrunken von der Schönheit und dem Frieden der Natur und das alles schlappe 30 Minuten vom Ostkreuz entfernt. KANUVERLEIH 13 Kanus gibt neben dem Kajak auch Karten und wasserfeste Container für Wertsachen mit. Am Wochenende reservieren! HINKOMMEN S3 Richtung Erkner, S-Rahnsdorf raus, dann …