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Tausche Schlaf gegen NYC

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„Schlafen ist nicht,“ – dass mir, als überzeugter Viel- und Langschläferin, ein solcher Gedanke überhaupt kommt, ist einzig und allein Dir, Miss New York City, zu verdanken. Bei Dir schlafe ich spät ein und wache früh auf. Morgens im Bett dösen ist schon mal gar nicht drin. Aufstehen, duschen, loslos! Wir haben schließlich nur drei Tage. Alle guten Vorsätze, es ruhig angehen zu lassen, sind in den Wind geblasen. Du bist schließlich bekannt als „Stadt die niemals schläft.“ Das machst Du mit mir, New York, New York. Die Geschichten sind tatsächlich wahr, alles stimmt, was mir vorher über Dich erzählt wurde – alles. Wirklich. Wahr.

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Zum Frühstück gehen wir Bagels essen bei Black Seed. Kurz überlegen wir, den Laden zu kopieren und genau so in Berlin zu öffnen. Würde bestimmt laufen. Und wir endlich reich werden. Aber schon sind wir wieder draußen, laufen durchs West Village bis zum Meetpacking District. Kurz denke ich an die Szene bei Sex and the City, wo Samantha dorthin zieht und sich beschwert, dass immer mehr Yuppies nachkommen. Dem einen neuen Nachbarn schenkt sie dann aber einen großen Geschenkkorb – wofür er sich natürlich bedankt. Sowieso: Filme und New York City. Auch wenn ich nie vorher hier war, fremd ist mir die Stadt nämlich gar nicht. So viele Ecken kenne ich aus Filmen, oder habe sie mir so oder so ähnlich vorgestellt, nachdem mir in Büchern oder Songs davon erzählt wurde. Jetzt bin ich mitten drin. Zwickt mich mal wer, bitte? Danke.

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Zum Mittagessen treffen wir uns im The Standard Highline, essen lobster rolls und hören uns an, wie man es schafft, in New York Erfolg zu haben. Puh, hört sich stressig an. Ob das was für uns sein könnte? Vom güldenen Boom Boom Room aus jedenfalls sieht New York ganz harmlos aus. Weiter geht’s, über die Highline, in den Chelsea Market, zur Magnolia Bakery (natürlich müssen wir die berühmten red velvet cupcakes ausprobieren), und kreuz und quer durch das West Village. Am Abend treffen wir Freunde und ungläubig sehe ich mit an, wie einer von ihnen für weit als 100 Dollar Cocktails trinkt. Alleine wohlgemerkt und vor dem Abendessen. Wobei mich hier nicht die Summe der Cocktails erstaunt, sondern viel mehr die Moneten, die er dafür auf den Tisch legen muss. Meine Herren. Danach ist nicht mehr viel Geld übrig, also setzen wir uns mit chinesischem Essen und Bier in den Park. Ich bin glücklich, aufgedreht und paranoid – alle fünf Minuten fährt ein Polizeiwagen vorbei, und anders als in Berlin dürfen wir hier natürlich nicht im Park trinken. Miss New York City, Du Alleskönnerin, Du Verrückte. Von Dir kann ich viel lernen, aber grade bin ich pappsatt – voller chinesischem Essen, Bier aus Papiertüten, Eindrücken und Geschichten. Ich geh’ schlafen, wir sehen uns morgen.

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